Die Helferkonferenz

Die Helferkonferenz ist ein Vernetzungsgespräch in einer schwierigen Betreuungssituation.

TeilnehmerInnen:
Zu Helferkonferenzen werden alle Menschen eingeladen, die für die medizinische, pflegerische und soziale Situation eines Patienten / einer Patientin wichtig sind – also sein/ihr relevantes soziale Umfeld.

Ziele:
Verbesserung der Lebens- und Betreuungsqualität der/des Patienten/in
Festlegung von Zielen im Betreuungsprozess
Klärung unterschiedlicher Ziele und Bedürfnisse
Festlegung der Betreuungskompetenzen
Entlastung der professionellen MitarbeiterInnen und des sozialen Umfelds

Fallbeispiel Frau K.
Frau K. (56) erlitt vor 6 Jahren einen Schlaganfall, der neben einer rechtsseitigen Lähmung auch eine globale Aphasie (Sprachverlust) hinterließ. Die Patientin konnte motorisch gut rehabilitiert werden, sodass sie sich alleine versorgen und ihren Haushalt weitgehend alleine führen kann. Der Sprachverlust stellte für die Patientin jedoch eine große Schwierigkeit dar – er isolierte sie von der Umgebung und verstärkte die Einsamkeit nach dem Tod des kürzlich verstorbenen Ehemanns

Nach einem Selbstmordversuch der Patientin wurde eine Helferkonferenz einberufen, an der die Familie der Patientin, die behandelnde Logopädin und die Physiotherapeutin des SMZ Liebenau, die Hausärztin und die Patientin selber teilnahmen. In der Helferkonferenz wurde ein Sprachförderungsschema erarbeitet, das von allen verwendet werden sollte. Zusätzlich wurde beschlossen, für einige Monate eine Heimhilfe des SMZ für ein intensives Kommunikationstraining, verbunden mit Spaziergängen, zu beschäftigen.

Diese Maßnahmen konnten eine Verbesserung der Lebensqualität der Patientin erreichen: Kleinere Einkäufe, Besuche in einer Konditorei, kurze Spaziergänge zu ihren Kindern wurden allmählich von der Patientin alleine bewältigt und trugen zur Bewältigung der Krise bei.

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