Das neue SMZ INFO 3/2013

Editorial von Rainer Possert

Heute, beim Verfassen des Editorials ist die Zeit knapp – wir schreiben den 14. Dezember – der Druck und Versand des Infos noch in diesem Jahr fällt dem Weihnachtsstress der Druckerei, dem üblichen Konsumwahn und der damit verbunden Überfülle an Postsendungen zum Opfer. Wenn Sie dieses Info in den Händen halten, hat das neue Jahr bereits begonnen und ich hoffe, dass Sie – den Vor- und Nachweihnachtstress bewältigt – nunmehr Muße haben, das Info zu lesen und wünsche Ihnen stellvertretend für unser Team das Beste (vor allem Gesundheit) für das Neue Jahr.

Neben der sehr Zeit fressenden Durchführung keinesfalls lustvoller bürokratischer Tätigkeiten (Rechenschaftsberichte und Abrechnungen für Stadt, Land und Bund schreiben, Förderanträge für Stadt, Land und Bund erstellen) und den Routineprojekten im Herbst, gab es zwei „Highlights“: Das SMZ wurde von der Stadt Graz beauftragt, das Stadtteilzentrum Schönau zu entwickeln und eine Gesundheitskonferenz für Jakomini zu organisieren, dies sehen wir als Bestätigung für unsere langjährige Erfahrung in diesen Bereichen. Immerhin gibt es das SMZ seit dreißig Jahren – heuer wird noch gefeiert!

Was noch geschah: Mietverträge kündigen, Mietverträge verhandeln und erstellen, altes Haus ausräumen, sortieren, einpacken, Akten ordnen (10 Jahre Aufbewahrungspflicht), drei Müllcontainer anfüllen, neue Räumlichkeiten einräumen, Rezeption und Labor einbauen, sortieren, auspacken, einräumen, neues Computer-Netzwerk erstellen etc., etc.

Ich wurde oft gefragt: „Warum tun sie sich das knapp vor der Pension noch an?“
Antworten:
Die Gebäude auf Nr. 104 waren dank dem soliden Profitstreben der Vermieter (Vermeiden jeglicher Investitionen) miserabel isoliert, zum Teil baufällig, nicht behindertengerecht, schlicht nicht mehr zeitgemäß. Dr. Mittelbach, der verstorbene Kollege Fritsch und ich haben die Gebäude vor dreißig Jahren auf unsere(!) Kosten umgebaut und teilsaniert, den Verbindungssteg und die Rezeption errichtet und haben dafür jahrelang Kredite zurückbezahlt – „Geschäft“ war es mit Sicherheit keines.

Wenngleich das neue Gebäude etwas weiter südlich liegt, sind jetzt alle Bereiche des SMZ auf neuestem bautechnischen Stand und wirklich behindertengerecht – damit sind auch die Voraussetzungen gegeben, dass für die Arztpraxen NachfolgerInnen gefunden werden können. Nunmehr sind alle Bereiche des SMZ auf einer Ebene – dies wird die Kommunikation zum Vorteil der Patientinnen und Klientinnen sehr verbessern und damit auch den Alltagsstress für die Mitarbeiterinnen reduzieren. Mit den neuen Vermieterinnen – Pro Mente Steiermark – die uns in der Preisgestaltung sehr entgegen gekommen sind, entkommen wir der Profitfalle und werden gemeinsame Projekte entwickeln. Die ersten sichtbaren Schritte dazu sind gemeinsame Fallkonferenzen und Veranstaltungen.
Rainer Possert

SMZ-Info zum downloaden

ISSN: 2222-2308

Inhalt:

EDITORIAL
LEITARTIKEL GESUNDHEITSMYTHEN
GESCHICHTLICHE AUFARBEITUNG ALS KOLLEKTIVE PSYCHOHYGIENE

SENIORENARBEIT IM SMZ
SENIORINNENNACHMITTAG MIT DEM SMZ
JUNGE IDEEN FÜR DIE SOZIALMEDIZIN
WAS IST NEU BEI DER PFLEGEKARENZ?

SOZIALARBEIT IM SMZ
BRAUCHEN WIR EIN BERUFSGESETZT FÜR SOZIALARBEITERINNEN?

"SELBSTBESTIMMUNG IM ALTER":
PATIENTENVERFÜGUNG & VORSORGE-VOLLMACHT

SMZ-STADTTEILARBEIT
SMZ ERÖFFNET NEUES STADTTEILZENTRUM!
"WENN MAN DIE LEUTE IM REGEN STEHEN LÄSST!"
ERFOLGRIEHCE ERSTE GESUNDHEITSKONFEREN IN JAKOMINI
SPIELEFEST & MARONIFEST

AUS DER MEDIZINISCHEN UND THERAPEUTISCHEN PRAXIS
AUFGESCHNAPPT!
VERLEIHUNG DES MEDIZINALRATS
MAMMOGRAPHIE-SCREENING: NUTZEN UND GRENZEN
DAS NEUE SMZ-LIEBENAU

DAS SMZ STELLT SICH VOR
SMZ AKTUELL