Das war das Saatgutfest...
 

Vor ein paar Jahren wurde die Idee des Saatgutfests geboren. Dieses findet nun jährlich statt und fördert so die Pflanzenvielfalt in Graz. Unser Beitrag dazu war, euch die Idee des Verschenkens und Tauschens im Bezirk Jakomini näher zu bringen. Dafür haben wir das Saatgutfest veranstaltet und uns mit anderen Nachbarschafts- und Stadtteilzentren zusammengetan um eine möglichst große Durchmischung und Vielfalt zu gewährleisten. Das Saatgutfest war vor allem für Hobbygärtner*innen gedacht- egal ob Anfänger*innen oder jahrelange Gärtner*innen.

Wir haben dem grünen Hobby einen ganzen Nachmittag gewidmet und damit eine dreiteilige, Veranstaltung geplant, bestehend aus:

  • Kurzvortrag
  • Workshop
  • Tauschaktion

Zu Beginn hat Michael Flechl über das richtige Ansäen, den richtigen Zeitpunkt sowie Erdauswahl, Saatgutanbieter, Direktsaat und Vorzucht referiert. Waren anfangs nur einige wenige Teilnehmer*innen, so füllte sich der Raum nach und nach mit immer mehr interessierten Bewohner*innen. Die Teilnehmer*innen hatten viele Fragen und berichteten selbst von ihren Erfolgen, Misserfolgen und jahrelangen Erfahrungen im Garten.

Anschließend an den Vortrag setzten wir das Gehörte gemeinsam um. Das gerade Gelernte wurde somit zum Beispiel beim Ansäen von Tomaten und Paprika angewendet. Waren anfangs die Hemmungen noch groß etwas falsch zu machen, hatten zu guter Letzt doch alle Erde an den Händen.

Abschließend waren die Besucher*innen im Rahmen einer Tauschaktion selbst an der Reihe. Dabei wurden die gesammelten „Samen-Schätze“ mit anderen geteilt oder getauscht. Dieser Teil der Veranstaltung war bei den Teilnehmer*innen besonders beliebt. Die Menschen haben dabei neue Sorten Gemüse, Kräuter, Heilpflanzen und Blumen erhalten und damit sich und andere erfreut. Übrig gebliebenes Pflanzgut wurde nach diesem erfolgreichen Tag an das nächste Saatgutfest weitergegeben.

 

...und so geht es weiter

Hervorzuheben ist, dass die aus der Anpflanz-Aktion entstandenen Sprösslinge später in den Hochbeeten und Gärten des SMZ Stadtteilzentrum Jakomini ein zu Hause gefunden haben. Auf diese Weise hätte das Entstehen und Wachsen laufend von Besucher*innen verfolgt werden können- leider hat uns die Covid19-Situation einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Aber wir, die Mitarbeiter*innen des SMZ, haben uns natürlich inzwischen um die kleinen Pflänzchen gekümmert und Fotos davon gemacht.