Was sind die Vorteile einer Praxisgemeinschaft?

Kooperation und Teamarbeit bringen grundsätzliche Vorteile gegenüber der Arbeit in einer Einzelpraxis mit sich. Eine Praxisgemeinschaft bietet eine höhere Qualität der ärztlichen Tätigkeit und ermöglicht ein breites Angebot von ärztlichen und therapeutischen Leistungen und Beratungen.

Gewöhnlich sind Ärztegemeinschaften eine Aneinanderreihung verschiedener unabhängiger Praxen unter einem Dach oder Gerätegemeinschaften. Die von uns 1984 als erste in Österreich gegründete Praxisgemeinschaft besteht aus gleich ausgebildeten Allgemeinmedizinern und hat das Ziel, inhaltlich eng zusammenzuarbeiten und den KassenpatientInnen eine bessere ärztliche Versorgung anzubieten.

Die Vorteile für die PatientInnen:

  • Wahlmöglichkeit zwischen Ärzten mit ähnlichen Therapiekonzepten, aber unterschiedlicher persönlicher Note, unterschiedlichen Zusatzausbildungen und unterschiedlichen Behandlungsstilen
  • Durch Spezialisierungen und Zusatzausbildungen der Ärzte gibt es ein breiteres und differenzierteres Angebot als in einer Einzelpraxis.
  • optimierte Behandlung durch patientenorientierte Fallbesprechungen
  • Die Zusammenarbeit mit anderen medizinischen und sozialen Berufsgruppen im SMZ verhindert eine mögliche ärztliche »Einäugigkeit«.
  • Mehr Ordinationszeiten am gleichen Ort durch das Vorhandensein von 2 Ärzten
  • Die PatientInnen kommen auch im Vertretungsfall in die gleiche, vertraute Praxis mit denselben MitarbeiterInnen und derselben Krankenkartei

Die Vorteile für die Ärzte:

  • In der Praxisgemeinschaft sind die Ärzte nicht Einzelkämpfer, sondern Teamarbeiter. Es gibt mehr fachliche Qualität, ständigen Wissenstransfer, gemeinsame Fortbildungen und gemeinsame Fallbesprechungen.
  • Der Zusammenschluss mit anderen Gesundheits- und Sozialberufen bremst die ärztlichen Allmachtsphantasien, durch regelmäßigen Austausch und Anregung wird Burn-out verhindert.
  • gegenseitige Vertretung (bei Fortbildung, Urlaub und Krankenstand)
  • gemeinsame Infrastruktur (3 Assistentinnen und 1 Physiotherapeutin für 2 Ärzte, größere Praxisräume)
  • bessere Interessensvertretung nach außen